Wo der Geist des Herrn ist
Da ist Freiheit
Halt
Nicht weitergehen
Nicht das Banner hissen
Frag zuerst
Freiheit — wovon?
Der Satz steht nicht allein
Einen Atemzug davor
Fiel eine Decke
Und einen Atemzug danach
Steht das Wort
Das alles auflöst
Mit aufgedecktem Angesicht
Diese Freiheit ist die freie Sicht
Nichts liegt mehr
Zwischen dem Gesicht
Und der Herrlichkeit
Nicht: tu, was du willst
Sondern: sieh
Was immer da war
Fast alle lesen
Ihre eigene Freiheit
In diesen Vers hinein
Und hängen damit
Eine neue Decke
Vor den Text
Der vom Wegnehmen der Decke
Handelt
Der Missbrauch der Stelle
Ist die Krankheit
Die die Stelle beschreibt
Und dann Vers achtzehn
Das Ziel der freien Sicht
Wir alle
Mit unverhülltem Gesicht
Schauen
Und werden verwandelt
In das Bild, das wir anschauen
Nicht durch Anstrengung
Durch Anschauen
Du wirst
Was du unverwandt ansiehst
Darum ist die Sicht nicht alles
Aber ohne Sicht
Wird nichts verwandelt
Diese Freiheit ist die freie Sicht
Nichts liegt mehr
Zwischen dem Gesicht
Und der Herrlichkeit
Nicht: tu, was du willst
Sondern: sieh
Was immer da war
Frei zu sehen
Frei zu lesen
Frei, sich zu zeigen
Dreimal dasselbe Wort
Die Decke ist weg
Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit
Ein Glanz, der nicht verblasst
Auf einem Gesicht
Das sich nicht mehr verhüllt
Alex · Quellenbeziehungen